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Kannerhaiser
Die Vereinigung Françoise Dufaing a.s.b.l., benannt nach der Gründerin der Kongregation der Franziskanerschwestern der Barmherzigkeit, Anne Elisabeth Dufaing d’Aigremont, hat ihre Wurzeln im Moselstädtchen Grevenmacher. 1869 stellte Mme Pierre Pescatore-Beving den Franziskanerinnen in Grevenmacher Gebäulichkeiten mit Hof und Garten zur Verfügung, in denen die Schwestern in den folgenden Jahren ein Waisenheim, ein kleines Spital und ein Altenhospiz einrichteten. Von 1869 bis 1880 hatten so etwa 450 Waisenkinder aus dem ganzen Land in Grevenmacher ein Heim gefunden. Das karitative und erzieherische Wirken der Schwestern bis weit ins 20. Jahrhundert widerspiegelt sich im Ausbau der Klinik und des Spitals, in der Erweiterung des Altenheimes, in der regionalen Krankenpflege, im Aufbau einer Haushaltungsschule für Mädchen, im Betreiben einer Internatsschule für Jungen. Klinik und Spital, Haushaltungsschule und Internatsschule gehören zur Geschichte.
Ambulante Krankenpflegerdienste, wie Stëftung Hëllef Doheem, wurden durch die Kongregation ins Leben gerufen. Bedingt durch gesetzliche Neuregelungen in der Kinderheimbetreuung kam es am 3. Januar 1979 zur Gründung der a.s.b.l. Françoise Dufaing, als Trägerin des Kinderheimes Institut Saint François Grevenmacher, in Konvention mit dem Familienministerium.
Gründungsmitglieder waren Robert Baddé, Sr. Alice Bartz, Sr. M.-J. Bouché, Me Jean Hoffeld, Sr. Josette Lehners, Sr. Simon-Pierre Rosenfeld, Sr. Ancilla Welfring, Joseph Zahlen und Sr. Nicole-Marie Zahnen. Erste Präsidentin der Vereinigung war Sr. Nicole-Marie Zahnen, danach Sr. Marie-Claire Neiertz. Aktueller Präsident ist Robert Baddé. Die Vereinigung war Träger des Kannerheem Gréiwemaacher, des Kannerheem Izeg und des Altenheims Grevenmacher. Das Altenheim wurde kurze Zeit später von HPPA a.s.b.l übernommen, das Kannerheem Izeg zum 1.Januar 1991 von der a.s.b.l. KMA Victor Elz. Das Kannerheem Gréiwemaacher besteht in den Gebäulichkeiten der früheren Haushaltungsschule (Marienheim) aus zwei Wohngruppen: Foyer Arlequin und Foyer Robinson mit 18 konventionierten Aufnahmeplätzen. Den Posten des Direktionsbeauftragten bekleideten der Reihe nach Sr. Simon-Pierre Rosenfeld, Sr. Yolande Jost und bis heute Martin Nimmesgern. Zum Kannerheem gehört ein Foyer pour jeunes adultes in Luxemburg-Stadt, in der Route d’Esch, wo unter Leitung von Claude Werner 5 Jugendliche in betreutem Wohnen untergebracht sind, sowie zwei kleine Wohneinheiten in Grevenmacher, wo bis zu 5 junge Mädchen selbstständiges Leben und Wohnen erfahren können. Als Antwort auf die immer größere Nachfrage auf Tagesbetreuung schulpflichtiger Vor- und Grundschüler wurden ab September 1979 die ersten Grundschulkinder aus Grevenmacher im neu konzipierten Foyer de jour Saint François aufgenommen. Von 1984 an wurde diese Kindertagesstätte nach und nach weiter ausgebaut unter dem Namen Foyer de jour Museldrauwen.
Der Kinderhort Crêche und Foyer de jour Museldrauwen mit seinen 70 konventionierten Plätzen für Grevenmacher und Umgebung stellt ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet für die a.s.b.l. dar. Die Kindertagesstätte sieht ihren Auftrag darin, eine Ergänzung (keinen Ersatz) zur Familiebetreuung zu schaffen für Kinder, deren Eltern nicht die Möglichkeit haben, sie tagsüber ganz oder teilweise zu betreuen. Erzieherisches Fachpersonal ist bemüht, die physische und psychische Gesamtentwicklung des Kindes zu fördern und damit die Erziehungs- und Bildungsarbeit der Familien zu unterstützen, zu ergänzen und fortzufahren. Direktionsbeauftragte waren Sr. Yolande Jost, Jang Hamen und auf den heutigen Tag Marie Frick-Hoffmann. |